Film des Tages: Fitna
März 27, 2008
Ein Film von Geert Wilders. Von Antisemetismus über Extremismus und Sexismus zeigt der antiislamische Film des niederländischen Rechtspopulisten und Politiker des Jahres, Geert Wilders, so ziemlich alle schlechten Seiten des Islams. Auch die bekannten Mohammed-Karikaturen aus der dänischen Zeitung “Jyllands Posten” werden gezeigt.
Der Film soll auf http://fitnathemovie.com/ für die Internetcommunity zur Verfügung gestellt werden. Im Moment erscheint jedoch nur die Meldung “This site has been suspended while Network Solutions is investigating whether the site’s content is in violation of the Network Solutions Acceptable Use Policy.” Gemäss User Policy des Providers www.networksolutions.com sind Inhalte mit folgenden Charakteristika verboten: obscene, defamatory, libelous, unlawful, harassing, abusive, threatening, harmful, vulgar, constitutes an illegal threat, violates export control laws, hate propaganda, etc. Zwar sind die gezeigten Bilder unverhohlen einseitig ausgewählt, dennoch zeigen sie einen Teil der Realität.
Inwiefern der Film deshalb eines der oberen Kriterien tangiert, ist in meinen Augen nicht offensichtlich. Ganz im Gegenteil, zeugt diese Reaktion des Providers, aber auch der auf diesen Film doch genau wo der Schuh drückt, nämlich bei der absoluten Unfähigkeit der heutigen Gesellschaft, mit dem Thema Islam umzugehen. Dies gilt für Nicht-Muslime genau so wie für die Vertreter und Anhänger dieser Glaubensrichtung selbst. Insofern ist es mir eigentlich *”*%egal wie einseitig und populistisch, wie billig geschnitten und provokativ aufgezogen der Streifen ist. Wichtig ist allein die Tatsache, den Issue Islam zu thematisieren. Schliesslich schwirren auf YouTube antichristliche Filmchen und Videos zu Hunderten herum, und wenn ein schlitzohriger Satiriker am Fernsehen über seine Dreifaltigkeit lästert, schreit kein Hahn danach - schon gar nicht dreimal. Und dass sich deswegen ein Provider sperrt: praktisch undenkbar. Und jetzt Fitna, Polizeischutz, Ängste vor Unruhen und bärtigen Bombenschwingern. Vorgeführt wird mit diesem Film in erster Linie nicht der Islam, sondern die gesamte westliche Welt.
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Update 1: Hier gehts zum Film! Der Film wurde von Live Leak entfernt. Nach Angaben der Betreiber gab es ernsthafte Drohungen gegen Mitarbeiter von Live Leak. Und wie Live Leak selbst beteuert ist heute: Ein trauriger Tag für die Meinungsfreiheit. Zum Glück ist das Internet nicht sehr vergesslich, deshalb hier:
Und hier:
Update 2: Eine mehr oder weniger qualifizierte Stellungsnahme zum Film von Wilders persönlich gibts hier.
Ebenso qualifiziert waren die Aussagen von Betroffenen, welche in einem Interview mit 10vor10 (SF1) Stellung zum Film machten (Link s. Beitrag “Niederlande: Terror-Alarm wegen Film”). Da wurde tatsächlich postuliert, dass es falsch sei, einen Extremisten zu provozieren, in dem man einen solchen Film veröffentlicht, oder mit anderen Worten: Der Extremist hat ja jedes Recht dazu, andere zu töten, wenn man ihn derart provoziert. Tut mir leid, aber mit dieser Geisteshaltung würden sich solche Leute ins Lächerliche ziehen, wenns nur nicht so traurig wäre. “Ein Anschlag ist direkt die Schuld des Terroristen, aber der hat dann seine Legitimation in dem gefunden, über das wir nun sprechen. Man kann das eine nicht losgelöst vom anderen sehen”. Der holländischen Ministerpräsidenten Jan Peter Balkenende bestätigt mit dieser Aussage und der dahinterstehenden Scheinlogik das Bild des handlungsunfähigen Westens.
Verfasst von lebedeph
Gestern fand an meiner Uni ein toller Frauen-Vernetzungstag statt. Davon habe ich erst gar nichts bemerkt. Erst als sich nach einigen Stunden Studium meine Bedürfnisse meldeten und ich die Toilette aufsuchen wollte, wurde mir das Ausmass der Invasion bewusst. Weshalb Invasion? Nunja, die 30% Frauenanteil kann sich die Uni nicht gerade auf die Fahne schreiben. Dabei ist Wirtschaft doch so sexy. Dass sag ich mir immer wenn ich vor dem Spiegel stehe: “Hab ich ein geiles BIP!” Zurück zum Thema: Frauen. Breit gemacht hatten sie sich. Und auch die Herrentoiletten kurzerhand zur Damentoilette umfunktioniert. Einfach ein übergrosses, lila Venussymbol über das schwarze Strichmännchen geklebt, so geht das. Dieser Übermacht muss Mann sich wohl oder übel beugen. Und wenn die Damen die 20 Pissoirs für sich beanspruchen wollen, bitte, soll’n sie sie haben. Die moderne Frau kann auch ein Pissoir bedienen. Nachdem ich in einem unbeobachteten Moment meine Sorgen an eine Topfpflanze weitergegeben hatte, besorgte ich mir einen Kaffee und setzte mich an den Rand des kleinen Jahrmarktes, der sich da in der Aula wärend kürzester Zeit aufgeschlagen hatte. Überall standen mit kleinen Snacks bestückte Stehtischchen und drum herum Frauen. Sogar die Fachhochschule hatte ihre Zelte hier oben aufgeschlagen. Ein seltener Anblick an unserer Uni, werden Fachhochschulen sowie deren Absolventen hier ‘oben’ normalerweise mit einer, zumindest im Ansatz ganz klein wenig, gerümpften Nase beäugt. Neugierig geworden sah ich mir deshalb das Standspektrum ein wenig genauer an, und mit einem Schmunzeln stelle ich fest, dass einzig meine Uni mit keinem Stand vertreten war. Anscheinend stellte sie 